Sonne satt!

Klimareporter vom 11.06.2020

Deutschland nutzt bei der Photovoltaik und der Offshore-Windkraft erst zehn Prozent seines geografisch-technischen Potenzials.

Trotzdem: Im ersten Quartal 2020 lieferten Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erstmals mehr als die Hälfte der in Deutschland in Netz eingespeisten Elektrizität – genau 51,2 Prozent.

Die Windkraft war dank windreicher Wetterlagen mit gut einem Drittel (35 Prozent) sogar der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung. Dahinter rangierten Kohle (22 Prozent), Erdgas (13) und Atomkraft (zwölf Prozent).

Trotzdem gibt es keinen Grund sich zurückzulehnen.

Denn die nächsten 48,8 Prozent bis zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien im Elektrizitätssektor werden alles andere als ein Spaziergang. Das bisherige "Zugpferd" Windkraft an Land ist beim Ausbau abgestürzt.

 Und auch die Zukunft der Photovoltaik steht in den Sternen, weil der Bund sich mit der Abschaffung des 52.000-Megawatt-Förderdeckels, der die Solar-Investoren verunsichert, so lange Zeit lässt.