100 000 Klimaflüchtlinge in Kanada

europaticker vom 09.05.2016
In Alberta wird auf höchst schmutzige und intensivste Art unkonventionelles Erdöl, insbesondere aus Teersand, gewonnen. Dies geschieht im großflächigen Tagebau, was nur über massive Naturzerstörung, vor allem durch irreversible Waldabholzungen, gelingt. Vergiftete Mondlandschaften ohne Natur sind die Folge.

So ist Kanada alleine für ein Fünftel der gesamten weltweiten Waldabholzung (www.huffingtonpost.ca/2014/09/05) verantwortlich. Hunderttausende Quadratkilometer Wald sind bereits zerstört (www.greenpeace.de/teersand-kanada).
Alleine durch die Abholzung sind ungeheure Mengen CO2 in die Atmosphäre emittiert worden. Die Verbrennung in Autos und Heizungen des in Alberta gewonnen Erdöles hat weiter immense CO2 Emissionen verursacht. Vor allem auch, weil das kanadische Erdöl aus Alberta mehr als dreimal mehr CO2-intensiv ist als konventionelles Erdöl. Damit gehört Alberta zu einem Hotspot der Verursacher der Erderwärmung. Nun hat mit den verheerenden Waldbränden die Erderwärmung Alberta in besonderer Art heimgesucht. Eine Trockenheit, wie es sie seit 50 Jahren nicht mehr gab, in Verbindung mit hohen Temperaturen und heftigen Winden - alles Phänomene, die mit höherer Erdtemperatur häufiger auftreten – hat beispiellose Waldbrände entfacht. 2.000 Quadratkilometer Wald sind bereits zerstört. (www.tagesschau.de)