Holzofen/Biomassekessel mit elektrostatischer Staubabscheidung

Sonne Wind & Wärme 12.04.2016
Moderne Biomassekessel erreichen die Feinstaubgrenzwerte ohne Probleme auch ohne nachgeschalteten Filter, sofern sie mit Qualitätsbrennstoffen befeuert werden. Anders sieht es aus, wenn feuchtes Heizmaterial wie feuchte Hackschnitzel, Elefantengras oder Olivenkerne verbrannt werden. Da kann es notwendig sein, einen elektrostatischen Staubabscheider einzusetzen. Der Biomassespezialist Biokompakt hat einen E-Filter entwickelt, der in die Heizkessel der Biokompakt ECO Baureihe bis 135 kW eingebaut wird und daher keinen zusätzlichen Platz im Heizraum beansprucht.

Die Abgase von Biokompakt Biomasseanlagen mit Pellets oder Hackschnitzeln liegen dank E-Filter immer unter dem maximalen Staubgehalt von 20 mg/m3. Damit bleiben die Kessel deutlich unter den gesetzlich geforderten Grenzwerten aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), wie entsprechende Prüfzeugnisse des TÜV Süd bereits bestätigen. Mit E-Filter sind die Pellets- und Hackschnitzelanlagen zukunftssicher und bereits für schärfere Feinstaub-Grenzwerte gerüstet. Auch die Emissionen anderer Biomasse-Brennstoffe lassen sich mit der E-Filtertechnik deutlich senken und erleichtern damit Sonderzulassungen.
Den elektrostatischen Staubabscheider hat Biokompakt komplett selbst entwickelt und zum Patent angemeldet. Die Filtertechnik befindet sich im letzten Rauchzug der Nachschalt-Heizflächen, in denen die Wärme übergeben wird. Die Regelung des Filters ist in die vorhandene Kesselsteuerung eingebunden, so dass keine zusätzliche Elektronik erforderlich ist. Er verfügt über eine Spezial-Hochspannungselektrode zur automatischen Selbstreinigung und ist daher im Betrieb sehr wartungsarm. Der elektrostatische Staubfilter lässt sich nicht nur in neuen Kesseln nutzen, sondern auch in bestehende Anlagen der Baureihe ECO ab 2007 einbauen. Dafür sind lediglich einige kleinere Umbauten erforderlich.
Jens-Peter Meyer / Biokompakt